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Fallstudie: Kostenvergleich

Beim Vergleichen leitfähiger Beschichtungen mit EMI-Abschirmcompounds ist es wichtig, sein Augenmerk auf die Kosten pro Teil und nicht Kosten pro Kilogramm zu richten. Wenn dieser Maßstab angelegt wird, sind EMI-Abschirmcompounds billiger als leitfähige Beschichtungen.

[Diagramm]

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Die RTP Company untersuchte die anfallenden Stückkosten, um auf einem Kunststoffteil einen Abschirmungswert von mindestens 40 dB zu erreichen. In der Studie wurden RTPs Abschirmcompounds mit drei Beschichtungsmethoden (Lackierung, Galvanisierung und Vakuumbedampfung) verglichen. Das Kunststoffteil war eine Art Deckel, 51 x 51 x 12,7 mm, mit einer Wandstärke von 3 mm. Die Kosten wurden für ein Produktionsvolumen von 10 000 und 100 000 Teilen erfasst.

Zwei RTP Compounds wurden für die Fallstudie gewählt, von denen jedes die Mindestanforderungen der EMI-Abschirmung übertrifft:

  • EMI 661 — ABS mit 10% Fasern aus rostfreiem Stahl
  • EMI 682 — ABS mit 15% nickelbeschichteten Kohlenstofffasern

Eine Zeichnung des Kunststoffteiles wurde verschiedenen Beschichtungsfirmen vorgelegt, deren Kostenvoranschlag die Beschichtung, den Vorrichtungsbau, die Abdeckung und eine Ausschussquote einschließt.

Die Auslegung des Teiles und die Abschirmspezifikationen waren für einen Beschichtungsprozess geeignet. Jedoch selbst unter solch günstigen Bedingungen waren EMI-Abschirmcompounds sowohl bei geringen als auch bei hohen Stückzahlen wettbewerbsfähig oder sogar kostengünstiger als leitfähige Beschichtungen.